Aktualisiert am: Montag, 10.08.2009 09:45

Nachrichten vom 10. August 09

Im Hafen von Las Palmas ist am Wochenende ein Hafenarbeiter ums Leben gekommen. Der 35jährige Familienvater ist im Lagerraum eines Schiffes von mehreren Kisten erschlagen worden. Das Frachtschiff ist bis auf weiteres polizeilich gesperrt, die Beamten überprüfen, ob die Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden. Der 35jährige Mann hinterlässt Frau und 3 Kinder.

Bei einer Großrazzia am Samstag im Bereich der Kasbah in Playa del Ingles sind gegen 1:30 Uhr morgens 149 Jugendliche aufgegriffen worden, die meisten davon in der Diskothek Music Factory. An der Razzia waren 40 Beamte der Policia Nacional beteiligt, viele der Jugendlichen waren - teilweise stark - alkoholisiert. Von 90 Betroffenen waren die Eltern noch dazu nicht erreichbar, die Jugendlichen mussten zum Teil mehrere Stunden auf dem Kommissariat verbringen. Hintergrund der Razzia war ein Todesfall in der Nacht zuvor. Ein 18jährige ist nach einem Discobesuch im Hipodromo zusammengebrochen und verstorben, die genaue Todesursache ist noch unklar.

Das Tourismusamt der Insel wird eine Klage gegen den Fernsehsender Antena 3 wegen Rufschädigung einleiten. Das gab der zuständige Minister für Tourismus der Inselregierung, Roberto Moreno, gestern bekannt. Antena 3 hat am Samstag im Hauptabendprogramm einen Bericht über das Urlaubsziel Gran Canaria gebracht. Die Reportage war durchwegs negativ, zu sehen waren die ältesten und heruntergekommendsten Ecken der Urlaubsorte, betrunkene Urlauber, Strandbesucher, die sich freizügig mit der Bierflasche in der Hand präsentierten, illegale Campingplätze und vieles mehr. Der Bericht hat das Urlaubsziel Gran Canaria in sehr schlechtem Licht erscheinen lassen, der Tenor lautet auf ein heruntergekommenes Urlaubsziel für Partygänger und Homosexuelle, so Roberto Moreno in seiner Stellungnahme. Concepcion Narvaez, die Tourismusverantwortliche der Gemeinde Maspalomas, und Francisco Gonzalez, der Bürgermeister von Mogan, haben angekündigt, die Klagen des Tourismusamtes zu unterstützen.

Ende des analogen TV-Programms. Seit heute Montag ist das analoge Signal abgeschaltet. Die Fernsehprogramme sind damit nur mehr via Satellit oder über DVBT zu empfangen.

Die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria wird ein Wahrzeichen mehr bekommen. Die Stadtverwaltung und die Inselregierung haben sich am Freitag auf die Installation eines Riesenrades am Parque Santa Catalina geeinigt. Das Riesenrad wird ca. 50 m hoch sein und dem "London Eye" ähnlich sein. Die Aufstellerfirma wird ebenfalls die gleiche sein, wie in London. Das Riesenrad wird genau gegenüber vom Hafen von Las Palmas stehen und damit zum Wahrzeichen, vor allem für die Kreuzfahrttouristen, werden. Die Installation ist für Oktober geplant.
Aktualisiert am: Freitag, 07.08.2009 09:46

Nachrichten vom 7. August 09

Der Wetterdienst hat für heute wieder eine Hitzewarnung ausgegeben. Auf den Inseln El Hierro, La Gomera, Teneriffa und Fuerteventura werden bis zu 34 Grad C erreicht, auf Gran Canaria kann es sogar noch ein wenig wärmer werden. Die Feuerwehren sind in Alarmbereitschaft. Offene Feuer und selbst das Abschießen von Feuerwerkskörpern ist bis auf weiteres verboten.

Die Gemeinden Gran Canarias kämpfen mit finanziellen Problemen. Bei einer Tagung gestern in Las Palmas de Gran Canaria haben die Vorstände der Kommunen über die momentane finanzielle Lage diskutiert, und die ist bei den meisten schwierig. Viele Gemeinden wollen zwar die Steuern senken, um die Bürger in Zeiten der Krise zu entlasten, dadurch würden sie aber selbst ins Schleudern kommen. Gegen eine Senkung der Gemeindesteuern ist die Stadtverwaltung von Las Palmas, ganz im Gegenteil, hier setzt man auf eine Modifikation des Abgabesystems, die Bürger müssen ab 2010 mit Mehrbelastungen rechnen.

Auf Lanzarote ist gestern ein Ring illegaler Prostitution aufgeflogen. 5 Personen sind festgenommen worden, ihnen wird vorgeworfen, 30 Mädchen aus Afrika und Osteuropa zur Prostitution gezwungen zu haben. Die Immigrantinnen wurden mit falschen Versprechungen auf die Inseln gelockt, den meisten sind Jobs im Tourismusbereich angeboten worden. Der vermeintliche Kopf des Rings ist eine 37jährige Frau aus Brasilien.

Der Sommer dürfte für die Hoteliers besser werden, als erwartet. Das belegt eine aktuelle Statistik des Magma Institutes. Demnach können verschiedene Tourismusgebiete, darunter die Kanaren, für August mit einer Auslastung von bis zu 75 % rechnen. Grund dafür sind vor allem kurzfristige Buchungen, und diese vor allem von Festland-Spaniern. Begonnen hat der Sommer deutlich schlechter, im Juli sind Rückgänge an den spanischen Küsten von bis zu 33 % zu spüren, gewonnen haben dagegen die Städte: Madrid und Barcelona lagen zu Beginn des Sommers voll im Trend.
Aktualisiert am: Donnerstag, 06.08.2009 09:50

Nachrichten vom 6. August 09

Große Trauer in Las Palmas de Gran Canaria: der Gründers des Karnevals, Manolo García Sanchez, ist gestern im Alter von 83 Jahren verstorben. Garcia Sanchez hat den Karneval 1976 nach dem Tod Francos wieder ins Leben gerufen. Bis dahin waren die traditionellen Karnevalsfeiern verboten. Begonnen hat der heutige Carnaval de Las Palmas in einer kleinen Siedlung am Stadtrand, Manolo Garcia Sanchez war zu der Zeit der Vorstand der Siedlungsgemeinschaft. Ausgehend von dieser Mini-Veranstaltung haben sich immer mehr Stadtviertel angeschlossen, die Feiern sind immer größer geworden und haben sich schließlich zu einem Karneval, wie wir ihn heute kennen, gemausert.

Vor Fuerteventura ist gestern eine 62jährige Frau im Meer ertrunken. Der Unfall geschah um die Mittagszeit bei El Cotillo. Die Frau war gemeinsam mit ihrem Mann mit einem kleinen Boot vor der Küste unterwegs. Aus bisher ungeklärter Ursache ist das Boot gekippt, der Mann konnte sich noch retten, für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod der 62jährigen feststellen.

Die Bürgerverbände von Castillo de Romeral fordern den Rücktritt der Abgeordneten der spanischen Regierung auf den Kanaren, Carolina Darias. In einem offenen Brief werfen die Bewohner des Ortes Castillo de Romeral Darias vor, sie hätte die Proteste gegen den Bau der Strafanstalt mit Strafandrohungen zu verhindern versucht. Mehrere Bewohner von Castillo de Romeral, die an den Protestveranstaltungen teilgenommen haben, haben Anzeigen und Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro erhalten, dies geschah, so sind die Bewohner Castillos überzeugt, im Auftrag von Carolina Darias. Sie wollte damit die Proteste rund um den Bau verhindern und eine genaue Untersuchung des spanischen Innenministeriums verhindern, so die Vorwürfe.

Der Zustand auf der Kanareninsel La Palma scheint sich langsam zu beruhigen. Eine Kommission des Umweltministeriums konnte sich gestern einen ersten Überblick über die Schäden, die durch das Feuer der vergangenen Tage entstanden sind machen: die Bilanz: mehr als 1.000 Hektar Wald- und Wiesenland sind komplett zerstört worden. Viele andere Gebiete werden mindestens 1 1/2 Jahre dauern um sich von dem Feuer zu erholen. Währenddessen gehen die Löscharbeiten weiter, die Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz noch mindestens eine Woche bis 15 Tage andauert.
Aktualisiert am: Mittwoch, 05.08.2009 09:35

Nachrichten vom 5. August 09

Die Waldbrände auf La Palma sind unter Kontrolle. Das hat ein Regierungssprecher gestern Vormittag verkündet. Seit vergangenem Samstag hat das Feuer auf der kleinen Kanareninsel gewütet und insgesamt mehr als 2.700 Hektar Wald- und Wiesenfläche zerstört. Die meisten der evakuierten Personen konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren, etwa 500 Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut in den Flammen verloren. Die Löscharbeiten werden lt. Angaben der Feuerwehren noch rund 1 Woche andauern.

3 von 15 der geplanten Windparks werden in der Gemeinde San Bartolome de Tirajana installiert. Das gab das Bürgermeisteramt gestern bekannt. Insgesamt 12 Firmen haben sich an der Ausschreibung beteiligt, 3 haben den Zuschlag erhalten. Die anderen 12 Windparks werden in den Gemeinden Santa Lucia, Agüimes, Ingenio und Galdar errichtet. Bereits in 3 Jahren soll ein Großteil des Strombedarfs aus Windenergie gewonnen werden, die Kanaren wollen damit eine Vorreiterrolle in der EU einnehmen.

In einem Jugendzentrum auf Teneriffa sind gestern 6 neue Fälle von Grippe A, der so genannten Schweinegrippe, festgestellt worden. Die Jugendlichen sind auf eine Quarantänestation des Krankenhauses La Laguna gebracht worden. Lt. Angaben der Ärzte sind alle 6 Betroffenen auf dem Weg der Besserung. Die Zahl der Neuerkrankungen ist derzeit in Spanien stabil, wie das kanarische Gesundheitsamt bekannt gab, ist das Gesundheitssystem in Spanien für den Ernstfall gerüstet, den Krankenhäusern wurden ausreichend Medikamente zur Verfügung gestellt und es besteht derzeit keine Gefahr einer massiven Ausbreitung der Grippe A.

"Glücklich und zufrieden" so hat der spanische Ministerpräsident gestern sein Befinden auf der Kanareninsel Lanzarote kommentiert. Jose Luis Rodriguez Zapatero verbringt derzeit seinen Urlaub auf Lanzarote. Zapatero und Familie sind bereits das 3. Mal auf der Insel und fühlen sich dort scheinbar sehr wohl. Für das Tourismusamt ist der Lanzarote-Urlaub des Ministerpräsidenten einer der größten Werbeaktionen überhaupt, für Zapatero selbst ist es - wie er gegenüber der Presse erklärt hat: "die beste Vorbeugungsmassnahme gegen die Grippe im Winter".
Aktualisiert am: Dienstag, 04.08.2009 09:42

Nachrichten vom 4. August 09

Auf Lanzarote ist am Montag ein älteres Ehepaar aufgefunden worden, die 75jähirge Frau lag tot im Bungalow, der 77jährige Mann ohnmächtig im Schlafzimmer des Hauses. Ein Mitarbeiter der Bungalowanlage in Puerto Calero hat die beiden entdeckt. Das Ehepaar aus Großbritannien hat das Haus vor einigen Jahren gekauft und den Großteil des Jahres hier verbracht. Lt. Angaben des Notarztes ist die Frau eines natürlichen Todes gestorben, der Mann hart darauf einen schweren Schock und einen Herzanfall erlitten. Er wird zur Zeit im Krankenhaus von Arrecife behandelt.

Ein falscher Bombenalarm hat gestern den Flughafen von Los Rodeos im Norden Teneriffas lahm gelegt. Die Bombendrohung ist gegen 10 Uhr morgens bei der Flughafenverwaltung eingegangen. Die Polizei hat das Gelände daraufhin großräumig abgesperrt und die Passagiere komplett evakuiert. Knapp 1 Stunde später konnte wieder Entwarnung gegeben werden, der Flugverkehr auf Los Rodeos lief normal weiter.

Auf Fuerteventura ist gestern Montag eine junge Frau ertrunken, eine zweite Frau ist stark geschwächt ins Krankenhaus gebracht worden. Die beiden Frauen waren zum Schwimmen an einem Strandabschnitt bei Puerto del Rosario, und sind dort vermutlich in eine Strömung geraten. Die jüngere der beiden Frauen, 30 Jahre alt, ist dabei ertrunken, die 2. Frau konnte gerade noch rechtzeitig geborgen werden. Sie wird im Krankenhaus von Puerto del Rosario behandelt.

Die Waldbrände auf La Palma sind stabil, wenn auch noch nicht unter Kontrolle, das gab ein Sprecher der Einsatzleitung heute morgen bekannt. In Mazo konnte das Feuer weitestgehend gelöscht werden, weiter zu kämpfen haben die Feuerwehrleute in einem Waldstück ca. 1.300 m über dem Ort. Die Brände der vergangenen Tage haben mittlerweile mehr als 2.700 Hektar Wald- und Wiesenland vernichtet, viele Bewohner haben durch das Feuer ihr gesamtes Hab und Gut verloren.
Aktualisiert am: Montag, 03.08.2009 09:53

Nachrichten vom 3. August 09

Das Feuer wütet weiter auf La Palma. Auf der kleinen Kanareninsel sind durch die Brände der vergangenen Tage bereits mehr als 2.100 Hektar Wald und Wiesenland vernichtet worden. Das Zentrum des Feuers liegt im Süden der Insel, im Bereich von Fuencaliente und Mazo. Im Laufe des Wochenendes wurden 4.000 Bewohner aus ihren Häusern evakuiert, sie sind vorläufig in Schulen und Kasernen untergebracht. Ob sie je wieder in ihre Häuser zurückkehren können, ist für die meisten der Betroffenen unklar. Das Feuer war in der Nacht zum Samstag aus unbekannter Ursache in den Bergen der Insel ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich, angetrieben von heftigem Wind, ungehindert und mit rasender Geschwindigkeit aus. Die Einsatzkräfte sind seit Tagen im Einsatz, da die Temperaturen ein wenig gesunken sind, hofft man, das Feuer heute etwas eindämmen zu können. Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat sich gestern Nachmittag persönlich ein Bild der Katastrophe gemacht. Zapatero hat gestern seinen Urlaub auf der Kanareninsel Lanzarote angetreten und hat zuvor einen Zwischenstopp auf La Palma eingelegt.

Entführung verhindert. Beamte der Policia Nacional haben gestern an der Playa de Alcaravaneras die Entführung eines Mädchens - wie es scheint - in letzter Minute verhindert. Lt. Angaben von Zeugen haben 2 junge Männer versucht, das Mädchen in einen Kleinbus zu locken. Andere Strandbesucher haben den Vorfall beobachtet und die Polizei verständigt. Die beiden jungen Männer wurden festgenommen, zu den Motiven und Hintergründen gibt es bisher seitens der Polizei keine näheren Angaben.

Aufhorchen lässt die Partido Popular (PP) in der Gemeinde San Bartolome de Tirajana, und zwar mit einer sehr direkten Rücktrittsforderung an die Bürgermeisterin. In der Gemeinderatssitzung am Freitag ist den Verantwortlichen ein Ultimatum für die Vorlage des Bebauungsplans gestellt worden, dass das allerdings eingehalten werden kann, wird von den meisten Abgeordneten der Opposition bezweifelt. Im Rahmen der Sitzung hat der Sprecher der PP, Fernando Toribio, die Bürgermeisterin scharf kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert, mit dem Nachsatz "usted no sirve absolutamente para nada" was zu deutsch soviel bedeutet wie "sie taugen wirklich zu nichts".

Eine aktuelle Statistik der Verkehrsdirektion zeigt, dass nach wie vor viele tödliche Autounfälle durch den Einfluss von Alkohol am Steuer verursacht werden, und zwar immerhin 25 %. Einer von 4 tödlichen Autounfällen auf den Kanaren passiert durch den Einfluss des Fahrers durch Alkohol oder Drogen. Die Zahlen sind übrigens weit unter dem spanischen Durchschnitt, der bei fast 40 % liegt. Die Statistik belegt außerdem, dass die Fahrer bei Unfällen mit tödlichem Ausgang meistens zwischen 21 und 30 Jahren alt sind, und 53 % aller tödlichen Autounfälle am Wochenende passieren.
Aktualisiert am: Freitag, 31.07.2009 09:51

Nachrichten vom 31. Juli 09

Bei einem Autounfall auf der GC-1 ist gestern eine junge Frau schwer verletzt worden. Die Frau musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack geborgen werden. Der Unfall geschah gegen 15.30 Uhr. Lt. Angaben von Zeugen hat die 23jährige Frau die Kontrolle über ihren Wagen verloren und war auf die andere Fahrspur geraten und schließlich gegen die Begrenzungsmauer gerast.

Die Islas-Airways-Mitarbeiter drohen mit Streiks. Aufgerufen dazu haben die Gewerkschaften, sie protestieren damit gegen die geplante Entlassung von 14 Mitarbeitern. Die Streiks finden ab 14. August jeweils freitags statt, sollte die Geschäftsführung von Islas Airways nicht reagieren, könnten die Streiks ab September auch auf die Sonntage ausgeweitet werden, erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft CCOO. Islas Airways ist die zweitgrößte Fluglinie innerhalb der Kanaren. Die Airline transportiert derzeit rund 40.000 Passagiere pro Monat.

Die Cueva Pintada in Galdar hat Wochenende "Tage der offenen Tür", d.h. kostenloser Eintritt am Samstag und am Sonntag. Mit dieser Werbeaktion sollen vor allem Besucher angelockt werden, die das Freilichtmuseum bisher nicht kennen. Die Cueva Pintada ist für alle, die sich für die prähispanische Vorgeschichte der Insel interessieren, ein obligatorisches Besuchsziel. Wer interessiert ist, sollte allerdings früh genug da sein, die Eintrittskarten sind auf 500 Stück pro Tag limitiert.

Und wieder ein Opfer der Hitzewelle: Auf Teneriffa ist gestern ein junger Mann bei Bauarbeiten im Freien zusammengebrochen, er musste ins Krankenhaus von La Laguna gebracht werden. Die Gesundheitsbehörde warnt vor extremen Belastungen im Freien, vor allem in der Mittagshitze sollten Aktivitäten unter freiem Himmel vermieden werden. Die Hitzewelle hält auch heute noch ganzen Tag über an, für morgen wird eine leichte Erholung der Temperaturen erwartet, es bleibt jedoch weiterhin heiß.
Aktualisiert am: Donnerstag, 30.07.2009 09:58

Nachrichten vom 30. Juli 09

Die Ryanair rüstet auf. Wie der Sprecher des Unternehmens gestern auf Teneriffa bekannt gab, wird die Airline ab Oktober zahlreiche neuen Flugrouten von und auf die Kanaren anbieten. Insgesamt wird es 39 Verbindungen zwischen den Kanaren und Großbritannien, Irland, Belgien und Deutschland geben. Basisflughafen für die Ryanair bleibt Teneriffa Süd, von dort aus werden 16 Flüge pro Woche durchgeführt. Aber auch Gran Canaria wird verstärkt angeflogen, hier sind ab Oktober ebenfalls 16 neuen Ryanair-Verbindungen geplant.

Bei einem Unfall im Barranco del Cura ist am Mittwoch ein 39jähriger Mann leicht verletzt worden. Der Mann war zum Wandern im Barranco unterwegs, er ist an einer Felswand abgerutscht und gestürzt. Der Verletzte musste in einer aufwendigen Rettungsaktion geborgen werden. Er kam mit leichten Verletzungen davon.

Der Kalima bleibt uns noch erhalten und zwar mindestens bis morgen nachmittags. Der Wetterdienst hat auch für heute wieder eine Hitzewarnung ausgegeben, Temperaturen von bis zu 41 Grad sollen heute erreicht werden. Eine Warnung gibt es auch von der Gesundheitsbehörde: vor allem ältere und chronisch kranke Menschen sollten die Mittagshitze vermeiden, aber auch Gesunde sollten ohne Wasserflasche nicht aus dem Haus gehen.

Waldbrand auf Teneriffa. In der Nacht ist in den Bergen von Teneriffa ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. Durch den starken Wind haben sich die Flammen rasch ausgebreitet, mehrere Hektar Wald sind lt. Angaben der Feuerwehr in Gefahr. Ein kleines Bergdorf musste noch in der Nacht komplett evakuiert werden, bisher konnten die Feuerwehren ein Übergreifen der Flammen verhindern.
Aktualisiert am: Mittwoch, 29.07.2009 10:10

Nachrichten vom 29. Juli 09

Auf Lanzarote sind am Dienstag in einer Sicherheitsfirma 1,8 Millionen Euro gestohlen worden. Der Täter konnte kurz nach der Tat ausgeforscht und verhaftet werden, es handelt sich um einen Mitarbeiter. Pech für den Mann: die Sicherheitskameras hatten den Diebstahl aufgezeichnet. Der 20jährige war kurz nach Dienstschluss noch mal in die Firma zurückgekehrt, dem Wachmann am Eingang hat er erklärt, er müsste noch ein paar Kopien für den nächsten Tag vorbereiten. In der Firma angekommen, hat er zwei Geldsäcke mit insgesamt 1,8 Millionen Euro an sich genommen.

Bei Arrecife auf Lanzarote ist ein Mann durch den Einsturz eines Hausdaches getötet worden. Der 38jährige befand sich im Schlafzimmer des Hauses, das Dach ist aus bisher ungeklärter Ursache eingestürzt und hat den 38jährigen unter sich begraben. Ein Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die anderen Familienmitglieder blieben unverletzt, sie wurden vorerst aus dem Haus evakuiert.

In Jinamar bei Telde sind am Dienstag mehrere Personen bei einem Wohnungsbrand verletzt worden. Das Feuer war gegen 15 Uhr in einer Wohnung im 5. Stock eines Wohnhauses ausgebrochen. 3 Personen erlitten Rauchgasvergiftungen. Die Brandursache ist vermutlich ein Kabelbrand, die Feuerwehr hat die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

In der Nacht zum Mittwoch ist auf Teneriffa ein Flüchtlingsschiff mit 68 illegalen Immigranten an Bord aufgegriffen worden. Das "cayuco" ist von der Küstenwache mehrere Meilen vor der Insel entdeckt und in den Hafen von Los Cristianos gebracht worden, bei den Flüchtlingen handelt es sich um Einwanderer aus dem Senegal und Mali.
Aktualisiert am: Dienstag, 28.07.2009 09:50

Nachrichten vom 28. Juli 09

In Cazadores bei Telde mussten heute Nacht mehrere Bewohner aus ihren Häusern evakuiert werden. In einem Waldstück ca. 1 km vor dem Dorf ist ein Feuer ausgebrochen, die Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz. Lt. Angaben des Einsatzleiters konnte der Brand soweit unter Kontrolle gebracht werden, die weiterhin hohen Temperaturen und der starke Wind in den Bergen der Insel halten die Feuerwehr aber weiter in Alarmbereitschaft.

Ein Überfall wie aus einem amerikanischen Gangsterfilm ist gestern Abend in Las Palmas de Gran Canaria passiert. Ein Geschäftsmann ist brutal überfallen worden, die Täter konnten mit der Beute von 780.000 Euro flüchten. Der Mann ist vor dem Eingang seines Geschäftshauses mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen worden. In der Hand trug er einen Koffer mit 780.000 Euro Bargeld. Die Polizei ermittelt im direkten Umfeld des Opfers.

Auf Lanzarote konnte gestern ein 7jähriges Mädchen nur knapp vor dem Ertrinken gerettet werden. Der Unfall geschah an einem Strandabschnitt bei Puerto del Carmen, andere Badegäste haben die Kleine in letzter Minute aus dem Wasser gezogen, das Mädchen musste vom Notarzt wieder belebt werden. Lt. Angaben der Ärzte ist der Zustand der 7jährigen nach wie vor kritisch. Den Eltern droht eine Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

Jose Luis Rodriguez Zapatero verbringt jetzt wahrscheinlich doch seinen Jahresurlaub auf Lanzarote. Der spanische Ministerpräsident wird von 2. bis 24. August auf der Kanareninsel erwartet. Zapatero wird die Ferien mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Regierungsresidenz La Mareta verbringen. In dem von Cesar Manrique entworfenen Chalet finden im Moment die letzten Vorbereitungen für die Ankunft des Ministerpräsidenten statt.

Kinder unter 14 sollen gegen die Grippe A, die so genannte Schweinegrippe, geimpft werden. Das gab die spanische Gesundheitsministerin, Trinidad Jimenez, gestern bekannt. Der Impfstoff wird vermutlich im Herbst verfügbar sein, Spanien hat bereits eine große Menge an Impfstoffen bestellt. Derzeit gibt es in Spanien 1.806 Fälle von Schweinegrippe, 19 Personen werden derzeit stationär behandelt.
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